Informationen aus unserem Projekt „Präventionsprogramm Gutes Sehen in Pflegeeinrichtungen 

Ca. 80 % der täglichen Informationen werden über unsere Augen aufgenommen.  Die soziale, kulturelle und technische Umgebung ist auf ein gutes Sehen ausgerichtet und erfüllt damit eine wichtige Voraussetzung für die persönliche Lebensqualität. So ermöglicht ein gutes Sehvermögen eine sichere Mobilität, die Teilhabe an der Gesellschaft und den geistigen Austausch z. B. durch Lesen.
Über die Hälfte der Neuerblindungen und Sehbehinderungen treten bei Menschen im Alter ab 75 Jahren auf. Eine sich erst im Alter manifestierende Sehbeeinträchtigung führt zu einem spürbaren Verlust an Lebensqualität, weilbisherige Aktivitäten gar nicht mehr oder nur noch eingeschränkt ausgeführt werden können, und die Betroffenen auf Unterstützung und Hilfe angewiesen sind. 
Visuelle Beeinträchtigungen beeinflussen Lesefähigkeit, Mobilität und alltägliche Lebensbereiche.  Sie führen nicht selten zu depressiven Verstimmungen bis hin zu einem sozialen Rückzug, zudem ist das Sturzrisiko erhöht.
In einer Studie konnte nachgewiesen werden, dass eine Minderung der Informationsverarbeitung – bedingt durch einen grauen Star - den Anschein erweckt, eine Altersdemenz zu entwickeln. Nachdem der Graue Star operiert wurde und visuelle Informationen wiederzugänglich waren, konnten die Symptome für eine Demenz nicht mehr bestätigt werden. Um Fehleinschätzungen zu vermeiden, ist eine
augenärztliche Diagnostik sehr wichtig. (Quelle: Sehen im Alter, Blindeninstitutsstiftung Würzburg)
Deshalb bitten wir Sie einmal jährlich mit Ihrem Angehörigen einen Augenarzttermin wahrzunehmen und uns die Befunde der augenärztlichen Untersuchungen zukommen zu lassen. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an unsere Pflegedienstleitung.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung, zum Wohle Ihrer Angehörigen.

Silvia Seitz

 

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